"Scillamännle"

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Maskenträger / Hauptgruppe
Die Verantwortlichen der Maskengruppe
Hintergrund

Die Scillablume
Das Scillalied

 

Maskenträger /Hauptgruppe

Der Name Scillamännle leitet sich von der unter strengem Naturschutz stehenden Scillablume ab. Diese Blume blüht und gedeiht fast ausschließlich in dem nahe bei Hofen gelegenen Scillawald. Fast nirgendwo auf der Stuttgarter Markung ist diese seltene Blume sonst noch in dieser Üppigkeit anzutreffen.
Diese Gegebenheit griffen die Scillamännle auf und gestalteten ihr Häs und die aus Lindenholz geschnitzte Maske entsprechend den Blüten- und Blattfarben der Scillablume. Auch die Kleider der Kindertanzgarde wurden in diesen Farben zusammengestellt.
Durch ihr geschlossenes Auftreten in der Gruppe wollen die Hofener das üppige Blühen und Gedeihen der Scillablume in Hofen verkörpern und auch nach außen tragen.

Entsprechend der Scillablüte ist die Figur gestaltet. Eine Larve mit freundlich- knitzen Ausdruck, in grün und blau gehalten, wird von einem, mit Blätzle in den Scillafarben blau, hellblau und rosa benähten, Maskentuch umschlossen. Das Häs, gleichfalls mit Blätzle in den Farben grün und braun benäht, steht für den Boden und die Staude dieser Blume. Somit sind die Scillamännle keine Schreckgestalten, sondern stehen für die Erd- und Naturverbundenheit sowie die Bodenständigkeit der Hästräger.
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Die Verantwortlichen der Maskengruppe

   
 

Zunftmeister

Uwe Ensenberger seit 1996 im Amt:
Seit 1991 Mitglied im Zunftrat
Aufgabengebiet: Vertreter in den Vorstands-sitzungen,
Koordinator sämtlicher Aufgaben des Zunftrates

 

Vize Zunftmeister

Thomas Baur seit 2006 im Zunftrat.
Seit April 2009 Vize-Zunftmeister.
Aufgabengebiet: Unterstützung des Zunftmeisters

       
   
 

Zunftrat

Daniel Ballistreri seit 2010 im Zunftrat
Aufgabengebiet: Betreuer der Jugendgruppe "Knospen" (14 - 18 J.)
Kontaktpflege zu befreundeten Vereinen

 

Zunftrat

Alexandra Blankenhorn seit 2010 im Zunftrat
Aufgabengebiet: Schriftführerin

       
   
 

Zunftrat

Florian Hart seit 2008 im Zunftrat
Aufgabengebiet: Unterstützung des Zunftmeisters
Beschaffung von Filz und Masken

 

Zunftrat

Dirk Thumm seit 2006 im Zunftrat
Aufgabengebiet: Beschaffung und Verteilung von Orden.
Betreuer der Jugendgruppe "Knospen" (14 - 18 Jahre)

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Zum Hintergrund der Hofener Scillamännle und ein bisserl was zum Greadeffele

Unweit von Hofen blüht im Scillawald der unter strengem Naturschutz stehende Blaustern in einer Üppigkeit, die sonst nirgendwo auf der Stuttgarter Markung vorkommt. Diese Lilien mit dem biologischen Namen "Scilla", die bereits in der Vergangenheit Hofen bekannt machten, dienten als Vorbild für die Hofener Scillamännle.

Das Scillamännle stellt mit seinem ganzen Häs (=Gewand) ein Abbild der Scillablume dar. Das Plätzlesgewand, gehalten in den Grundfarben grün und braun, symbolisiert den Stiel der Blume. Eine freundliche, jedoch auch knitz dreinblickende und aus Lindenholz geschnitzte Maske bildet den Blickfang. Das in den Farben blau, rosa und purpur gehaltene Kopftuch stellt die Blüte dar. Die Scillamännle sind also keine Schreckengestalten, die der Vertreibung der Winterdämonen dienen sollen, sondern den Frühling und auch die Bodenständigkeit darstellende Hästräger.

Die Scillamännle repräsentieren die Hofener Fasnet auch weit über die Stuttgarter Grenzen hinaus. Unterstützt werden Sie dabei von der Scillamusik, den Narensamen, den Scillazwiebeln und der Tanzgarde.

Eine wichtige Figur der Hofener Fasnet darf bei dieser Aufzählung natürlich nicht vergessen werden. Es handelt sich hier um das Greadeffele, die Symbolfigur. Das Greadeffele (Volksmund= grüne Pantoffel) ist eine im Mittelalter historisch belegte Hofdame. Sie war einst stolze Gemahlin in der Burg zu Hofen und wurde wegen Untreue von ihrem Ritter verbannt. Sie irrte daraufhin lange Zeit über die Felder und Wiesen in Hofen, wo sie ihr kärgliches Dasein fristen musste und und vom unsteten Wandern schließlich grüne Schuhe bekam.

Heute wird alljährlich ein junges Hofener Mädchen als Greadeffele zu Beginn der Kampagne in der Burgruine zu Hofen erweckt, wobei es als Hofens größtes Geheimnis gilt, wer jeweils die Auserwählte ist. Sie regiert über die Hofener Scillamännle von ihrer Erweckung Anfang Januar bis Aschermittwoch. Dann zieht sie sich wieder bis zur nächsten Fasnet in ihr Verlies in der Hofener Burgruine zurück.

Die Scillamännle sehen sich - anders als manch andere Maskenträger in unserer Region - stark in der Tradition der schwäbisch-alemannischen Fasnet verwurzelt. So wird man in Hofen vor dem 6. Januar, der alljährlich das Startzeichen für diese urtümliche und gewachsene Fasnet gibt, kein Scillamännle in seinem Häs in der Öffentlichkeit sehen. Ab diesem Zeitpunkt gibt es aber kein Halten mehr.

Sie beziehen sich auf den Blaustern ( lat.- griech.= Scilla ), eine unter Naturschutz stehende Lilienart, die im Scillawald nahe Hofen in großer Zahl vorkommt.
Entsprechend ist die Figur gestaltet. Eine Larve mit freundlich- knitzen Ausdruck, in grün und blau gehalten, wird von einem, mit Blätzle in den Scillafarben blau, hellblau und rosa benähten, Maskentuch umschlossen. Das Häs, gleichfalls mit Blätzle in den Farben grün und braun benäht, steht für den Boden und die Staude dieser Blume. Somit sind die Scillamännle keine Schreckgestalten, sondern stehen für die Erd- und Naturverbundenheit sowie die Bodenständigkeit der Hästräger.

Die Symbolfigur der Scillamännle ist das Greadeffele (die im Gewand einer Hofdame auftritt).
Aus " Hofen a. N. nach Geschichte und Sage "von Theophil Andr. Fasnacht, Pfarrer zu Hofen geschrieben Anno 1888.
Das Greadeffele soll der Sage nach ein hochmütiges Edelfräulein gewesen sein, das wegen Üppigkeit und Lebenslust aber auch wegen Hartherzigkeit, Verachtung des lieben Brotes und anderer Delikte verwunschen wurde. Noch heute soll es in den Keller und Gängen der Burgruine Hofen umherschweifen und die Seele des Kühnen und noch mehr die des Hasenfußes mit Grauen erfüllen. Da es oft am frühen Morgen von ausschweifenden Festen zurück kam und dabei durch das taufeucht Gras gehen musste, färbten sich ihre Schuhe/Pantoffeln grün. Der Name Greadeffele bedeutet nichts weiter wie Grün-Pantoffel. Einmal im Jahr zur Fasnetzeit wird es erweckt und ist für kurze Zeit die Symbolfigur der Hofener Scillamännle (seit1989).
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Die Scillablume

Scilla (grch. skilla "Meerzwiebel"), Blaustern, Meerzwiebel, Pflanzengatt. der Fam. Der Liliazeen mit etwa 100 Arten; ausdauernde Zwiebelpflanzen mit linealischen, grundständigen, unten langscheidigen Blättern und Trauben oder Doldentrauben blauer bis rötlicher (weißer) Blüten. In Mitteleuropa sind heimisch: zweiblättrige Meerzwiebel (S. bifolia, Taubenkropf, Stern-, Fasten-, Märzblume, Ramsel, Sternhyazinthe), bis 0,2 m hoch, mit azurblauen, sternförmigen Blüten in zwei- bis fünfblütiger Traub, Vorfrühlingsblüher in Laubgehölzen, und Hasenglöckchen (S. non scripta, wilde Hyazinthe), einer verwilderten Hyazinthe ähnlich, bis 0,4 m hoch. Die Herbstmeerzwiebel (S. autumnalis) mit 5-6 Grundblättern, langer, lockerer, bis dreisigblütiger Blütentraube ist verbreitet in S- und W-Europa bis zum Oberelsass, Nordafrika und Vorderasien. Zierpflanzen sind S. bifolia, S. non scripta u.a. - Die S.-Arten stehen unter Naturschutz und unter Handelsverbot.

Quelle: Der grosse Brockhaus, Band 10 RIN-SOK, sechzehnte, völlig neubearbeitete Auflage in zwölf Bänden, erschienen bei F.A. Brockhaus Wiesbaden 1956
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Hofener Scillamännle Lied

In Hofen an dem Neckarstrand
wo ich ein schönes Blümlein fand,
im Scillawald da ist's zu sehn,
das Blümelein so zart und schön.

Blüh auf, blüh auf du blauer Stern,
die Zeit ist da, ich hab dich gern.

Es wächst versteckt unter hoher Tann,
es zieht mich faszinierend an,
in Hofen blühts im Überfluss,
und sendet dir den schönsten Gruss.


Blüh auf, blüh auf du blauer Stern,
die Zeit ist da, ich hab dich gern.

Die Scillablum ist unser Freud,
in Hofen und zur Fasnetszeit,
ihr lieben Leut, hier siehts ein jeder,
wir sind die Scilla-Maskenträger.

Blüh auf, blüh auf du blauer Stern,
die Zeit ist da, ich hab dich gern.

Blüh auf, blüh auf du blauer Stern,
die Zeit ist da, ich hab dich gern.
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